Gute Vorsätze: Weg mit dem NAS!

Hast du dir auch gute Vorsätze für das neue Jahr gemacht? Ich tue das eigentlich nie, aus gutem Grund: Denn Vorsätze müssen gut formuliert und geplant sein, sonst hält man sie ja doch nicht ein. Mein guter Vorsatz für dieses Jahr: Weg mit meinem NAS!

Ich besitze seit vielen Jahren (es dürften jetzt schon circa sieben sein) ein Network Attached Storage (NAS). Der DS211j von Synology ist inzwischen aber recht betagt und war schon bei der Anschaffung ein eher kleines Modell. Aber es beinhaltet immer noch alle Vorteile, die man von einem NAS mit Einschüben für zwei Festplatten von jeweils maximal 3 TB so erwarten kann. Ansonsten fällt es vor allem durch schwache Leistung auf: 1,2 GHz Single-Core und vor allem 128 MB RAM machen den alten Hasen langsam.

Weg mit dem Strommonster

Was läge also näher als den kleinen weißen Kasten, der so munter in meinem Wohnzimmer flackert endlich auszumisten? Immerhin verbraucht das Ding bis zu 25 W im Betrieb und 10 W im Ruhezustand. Mein (Öko-)Stromanbieter nimmt ca. 24 Cent pro kWh. Das kostet, wenn mich meine Rechenkünste nicht verlassen haben, also irgendwas zwischen 21,02 € (Dauer-Ruhezustand) und 52,56 € (Dauer-Betrieb) im Jahr. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch meinen Geldbeutel mehr als ich gedacht habe.

Die Dienste, die auf dem NAS laufen können eigentlich alle ausgelagert werden: Auf meinen Raspberry Pi, der eh Tag und Nacht läuft, um mir Werbetracker vom Hals zu halten oder auf meinem vServer, der dann auch ordentliche Rechenleistung und vor allem Netzanbindung hat.

Welche Dienste laufen auf dem NAS?

Auf dem NAS gibt es eine Vielzahl von möglichen Diensten, die einfach (und per Klick) installiert und administriert werden können. Alles per Weboberfläche, die allerdings sehr langsam und daher mühsam zu bedienen ist. Um herauszufinden, welche Dienste bei mir aktuell laufen, die dann in Zukunft entweder vom Pi oder vom vServer übernommen werden müssen, öffne ich das sogenannte „Paket-Zentrum“. Dort finde ich folgende installierte Pakete/Anwendungen:

  • Audio-Station
  • File-Station
  • WebDAV Server
  • CardDAV Server
  • Text-Editor
  • Note Station
  • Python Module
  • PHP 7.0
  • Universal Search
  • USB Copy
  • Speicher-Analysator

Dienste, die in der Liste fett markiert sind, muss ich in den nächsten Wochen durch Alternativen ersetzen. Alle anderen sind eher NAS-spezifisch.

Audio-Station

In der Audio-Station liegt meine ganze Musiksammlung. Da ich mich bisher noch erfolgreich von Streaming-Diensten wie Spotify oder Deezer verwehrt habe, ermöglicht mir dieses Stück Software auch von unterwegs mit meinem Smartphone auf all die Musik zuzugreifen, die ich gern höre.

File-Station

Nix Cloud oder so. File-Station ermöglicht den Zugriff auf Dateien über das Netzwerk. Per Samba, NTFS oder auch dem Browser. Den ganzen Wust an Dateien, die man eben nicht auf der Platte von seinem Computer haben möchte. Ewig alte Fotos, irgendwelche Backups und Hörbücher.

WebDAV Server

Den WebDAV Server nutze ich, um meine Kalender online zu verwalten.

CardDAV Server

Mit dem CardDAV Server halte ich meine Kontakte über verschiedene Geräte wie Smartphone, Notebook und Co synchronisiert.

Text-Editor & Note Station

Den Text-Editor habe ich wahrscheinlich nur ein handvoll Male benutzt. Die Note Station dagegen nutze ich auf meinem Smartphone dafür wofür man eine Notiz-Anwendung eben nutzt. Schon einmal Weihnachtsgeschenkideen für Eltern, Geschwister und Freundin notieren.

Und nun?

Einige von den Diensten lassen sich wirklich ganz einfach ersetzen. Für Tipps über empfehlenswerte Software freue ich mich trotzdem. Vollständig in Rente wird das NAS übrigens wohl eher nicht gehen. Ich werde es wohl jede Nacht einmal aufwecken, um meine Backups draufzuspielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.